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Zu dieser Thematik erstelle ich eine kleine Sammlung von Praxisproblemen bzw. Fallbeispielen. Ein Anfang ist gemacht, wobei die PP´s zugegebenermaßer ganz schön knackig sind. Wer knackt die Nüsse? PP Nr. 1: Eine Lehrerin gestaltet in Kooperation mit einem Steinmetz und Künstler einen Arena-Unterricht „Künstlerisches Gestalten“ in einer jahrgangsgemischten Gruppe von Klasse 6 bis 9. Nach vier Stunden Arbeit wird Selim zum Störfall. Er protestiert lautstark: “In jeder Arena muss ich malochen! Ich will aber anschließend in die Oberstufe des Gymnasiums wechseln. Ich will endlich mal mehr erklärt bekommen und nicht ständig alles selbst erarbeiten müssen. Wofür kriegen die Lehrer hier denn die Kohle?“
PP Nr. 2: Im bilingualen Religionsunterricht bearbeitet die Berufseinsteigerin die Thematik "Das Wirken des Heiligen Geistes". Sie beginnt mit der Arbeitssprache englisch und switcht nach 20 Minuten. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten gut mit und können am Ende gruppenweise gestaltete Plakate präsentieren. Der anwesende Schuldekan kritisiert jedoch, die sprachliche Öffnung sei ja schön und recht aber der religiöse Gehalt dürfe dabei nicht zu kurz kommen.
PP Nr. 3: Eine Referendarin erzählt in ihrer Seminargruppe vier Monate vor der schulpraktischen Prüfung von ihrem Problem. In ihrer 7. Klasse sei alles paletti und die SuS würden ganz toll mitziehen. Sie sagt, sie sei auf dem Weg des SOLE ganz weit fortgeschritten und könne sich in zahlreichen Unterrichtsstunden ganz auf die Lernberatung konzentrieren. Zudem würde das in einer sehr angenehmen Lernatmosphäre ablaufen. Aber allmählich bekomme sie Bauchweh, denn alle sagen, so könne man aber in einer Prüfungslehrprobe nicht unterrichten. Da sollte man schon phasenweise lehrerzentriert arbeiten um sich zu zeigen. "Ist das wahr? Ich kann das gar nicht mehr und will das auch nicht."
Mehr zum Thema OU auf meiner Seite: http://sites.google.com/site/fallbeispieleoderwas/home
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